Ankern: Wie Du es schaffst Dich innerhalb von Sekunden gut zu fühlen

Mit Hilfe eines Ankers ist es innerhalb kürzester Zeit möglich gute Gefühle, wie Glück, Entspannung, Gelassenheit oder Freude abzurufen. Und Nein ich spreche hier nicht von einem Anker bei der Seefahrt 🙂

Was ist überhaupt ein Anker?

Kennst Du es, wenn bestimmte Lieder im Radio laufen und Du sofort an eine bestimmte Situation denken musst und die entprechenden Gefühle von damals auch auf einen Schlag wieder da sind? Das ist ein Anker! Das heisst ein Reiz (in diesem Fall das Lied) löst eine bestimmte Reaktion (Erinnerung oder Gefühle) bei Dir aus. Dieser Anker ist unbewusst entstanden und er kann sowohl ein positives Gefühl, als auch ein negatives Gefühl auslösen. Das hängt davon ab mit welcher Situation das Lied in Deinem Gehirn verbunden ist: Erinnert Dich das Lied an Dein erstes Date oder eine bestandene Prüfung, löst es positive Gefühle in Dir aus. Wenn Du aber das Lied mit Liebeskummer oder dem Verlust eines lieben Menschen verbindest, dann löst es eben negative Gefühle aus. Jeder von uns hat in seinem Leben solche Anker. Anker können in allen Sinnen auftauchen, das heisst nicht nur auditiv (Lieder, Geräusche), sondern auch bei bestimmten Gerüchen, visuellen Reizen (zum Beispiel bei bestimmten Urlaubsfotos) und Berührungen. Mich erinnert der Geruch von frisch gemähtem Gras zum Beispiel immer an unbeschwerte Sommertage meiner Kindheit:)

All das sind Anker die unbewusst im Alltag entstanden sind. Nun kann man sich diese Verbindungen im Gehirn aber auch zu Nutze machen, indem man bewusst Anker setzt.

Wie setzt man einen Anker?

Die Technik des Ankerns stammt aus dem NLP (Neurolinguistisches Programmieren). Ein ausgebildeter NLP Coach kann bei seinen Klienten Anker setzen, indem er den Klienten in Hypnose in eine Situation führt in der das gewünschte Gefühl auftritt. Dann setzt er einen Anker zum Beispiel durch eine Berührung. Du kannst aber auch bei Dir selbst Anker setzen. Zuerst musst du Dir überlegen, welches Gefühl Du ankern möchtest. Bist Du häufig gestresst und möchtest schnell wieder in einen entspannten Gefühlszustand kommen, dann solltest Du Dir einen Anker für Entspannung und Gelassenheit setzen. Bist Du häufig traurig, deprimiert und schlecht gelaunt und möchtest schneller wieder aus diesem Gefühl herauskommen? Dann setz Dir einen Anker für Freude und Glück. Nun wählst Du aus, was der Anker sein soll. Prinzipiell kann ein Anker in allen Sinnen vorkommen, wie ich es oben schon beschrieben habe, aber du solltest etwas auswählen was möglichst immer und überall und unauffällig(!) abrufbar ist.  Du kannst zum Beispiel nicht immer und überall Deine Kopfhörer aufsetzen, um ein bestimmtes Lied zu hören. Genauso wirkt es in einer grossen Menschenmege oder bei einem Vorstellungsgespräch befremdlich, wenn Du ein Fläschchen mit Deinem Duftöl herausholst, um daran zu riechen. Deshalb bieten sich hier vor allem Berührungen als Anker an. Du solltest dabei eine Berührung auswählen, die nicht ständig zufällig von anderen herbeigeführt wird, wie zum Beispiel ein Schulterklopfen, ein Händedruck etc. Nimm zum Beispiel das Drücken eines Ohrläppchens oder eine Berührung am Knie. Die Berührung sollte so ausgewählt werden, dass Du sie jederzeit genau gleich wieder ausüben kannst.

Nun hast Du also sowohl Anker , als auch gewünschtes Gefühl ausgesucht. Nun gibt es 2 Möglichkeiten Dir selbst einen zu Anker setzen:

  1. Anker setzen im meditativen Zustand/Selbsthypnose: Diese Methode ist vor allem dann für Dich geeignet, wenn du schon etwas Erfahrung hast mit Meditation und/oder Selbsthypnose. Du überlegst dir eine Situation in der Du das gewünschte Gefühl sehr stark hattest. Dann führst Du dich selbst in einer tiefen Meditation/Selbsthypnose in Gedanken in diese Situation. Dehne den schönsten Moment gedanklich ruhig noch noch etwas.  Wenn Dein positives Gefühl am stärksten ist, setzt Du den Anker, das heisst Du berührst die ausgesuchte Stelle. Das wichtigste beim Anker setzen, ist ein starker Gefühlszustand.
  2. Anker setzen bei positiven Alltagsbegebenheiten: Bei dieser Methode musst Du eigentlich nur etwas achtsam sein im Alltag. Wann immer eine Situation auftaucht, in der Dein gewünschtes Gefühl stark auftritt, setzt Du Deinen Anker. Wichtig ist, wie gesagt ein starker Gefühlszustand. Ein ganz nettes Ereignis reicht in der Regel nicht aus um einen starken Anker zu setzen. Du solltest ein starkes Gefühl von Freude oder Glück empfinden. Du kannst auch immer wieder bei positiven Erlebnissen ankern, um den Anker zu verstärken.

Anker testen: Du kannst den Anker testen, indem Du die Stelle wieder berührst und überprüfst, ob das gewünschte Gefühl eintritt. Wenn nicht oder wenn das Gefühl nicht stark genug eintritt, wiederhole da ganze noch einmal.

Wenn Du es geschafft hast einen wirklich starken Anker zu setzen, dann kannst Du Dein gewünschtes Gefühl mit einer Berührung auslösen. Du kannst auch verschiedene Anker für verschiedene Gefühle setzen. Probier es mal aus. Es lohnt sich. Schreib mir auch gerne in die Kommentare, ob es funktioniert hat oder ob Du vielleicht schon Erfahrung mit dem Ankern gemacht hast.

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