Stress? Welche typischen Anzeichen Du kennen solltest!

Stress.

Jeder kennt ihn. Jeder benutzt Floskeln wie “ ich hab es eilig, bin im Stress“! Doch wann wird es zuviel? Wie äussert sich Stress körperlich? Und warum ist Dauerstress so schädlich?

Was ist Stress?

Stress hat immer etwas mit Überforderung zu tun. Man hat das Gefühl nicht mehr allen anstehenden Aufgaben gerecht werden zu können. Entweder weil man sich selbst zu viel vorgenommen hat oder weil im Job die Zeit knapp ist für die Erledigung bestimmter Aufgaben. Streit mit dem Partner, dem Chef oder einem Kollegen kann ebenso dazu führen, dass wir uns schneller gestresst fühlen. Es gibt unzählige Auslöser für Stress und die sind bei jedem von uns unterschiedlich. Stress ist somit subjektiv. Stress wird bei jedem durch andere Situationen hervorgerufen.

Oftmals verstärken wir auch selbst den Stress mit unseren eigenen überhöhten Anforderungen und Wertvorstellungen. Alles perfekt machen zu wollen, es allen recht machen zu wollen, immer stark sein zu wollen: All das sind innere Antreiber, durch die wir auch dann nicht langsam tun, wenn wir merken, dass alles zu viel wird. Und dann artet es schnell in einen Dauerstresszustand aus, der mit der Zeit erhebliche gesundheitliche Folgen haben kann!

Welche Stressreaktionen zeigt der Körper?

Stress äussert sich in verschiedenen Ebenen. Körperlich, kognitiv, emotional und im Verhalten.

Körperliche Anzeichen sind:

  • Schlafstörungen
  • Herzrasen
  • häufige Übelkeit oder Magenbeschwerden
  • übermässiges Schwitzen
  • Kopfschmerzen
  • häufige Infekte

Anzeichen in der kognitiven Ebene:

  • Konzentrationsstörungen
  • Vergesslichkeit
  • „Black out“
  • mehr Fehler bei der Arbeit

Emotionale Anzeichen:

  • Ärger
  • Nervosität
  • Gereiztheit
  • Aggression
  • Ängste
  • depressive Verstimmung

Änderungen im Verhalten:

  • Frustessen
  • Rauchen
  • vermehrter Alkoholkonsum
  • Rückzug aus dem sozialen Leben

 

Welche gesundheitlichen Folgen hat Dauerstress?

Wusstest Du das Stress zu Arteriosklerose führen kann und somit das Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erhöht? Rein evolutionsbiologisch ist die Stressreaktion eine körperliche Reaktion für den Notfall. In der Steinzeit bedeutete das: Säbelzahntiger nähert sich und es gab 2 Möglichkeiten: Fight oder Flight. Kämpfen oder Wegrennen.
Und genau darauf stellt sich der Körper innerhalb kürzester Zeit ein, in dem er die entsprechenden Stresshormone bereit stellt, das symphatische Nervensystem aktiviert und Energiestoffe (Fett und Zucker) für die Flucht oder den Kampf im Blut bereit stellt. Wenn dann auch der Kampf oder die Flucht erfolgt ist allles prima. Die Energiestoffe werden verbraucht und die Hormone wieder abgebaut. Da wir aber, wenn wir im Büro sitzen und gestresst sind, weder die Hormone abbauen, noch die bereit gestellten Energiestoffe verbrauchen, bleiben diese im Körper. Der erhöhte Blutfettspiegel führt im Laufe der Zeit zu Ablagerungen in unseren Gefässen (Arteriosklerose), der erhöhte Blutzuckerspiegel begünstigt Diabetes. Die dauernde Aktivierung des Sympatikus führt zu einer mangelnden erholungsfähigkeit des Körpers, was zu Bluthochdruck und Verspannungen führen kann. Ausserdem leidet das Immunsystem unter dem Dauerstress, was zu schlechteren Abwehrkräften führt.

Psychisch kann Stress zu Depressionen und Burn out-Syndrom führen.

Ausserdem kann natürlich auch das durch Stress provozierte Risikoverhalten ( Rauchen, Alkohol, Frustessen) zu gesundheitlichen Folgen führen.

 

Wenn Du häufig oder ständig mehrere der hier genannten Anzeichen bei Dir bemerkst, ist es höchste Zeit etwas dagegen zu unternehmen.

Was Du dagegen tun kannst und wie Du lernen kannst besser mit Stressfaktoren umzugehen und welche Dinge mir geholfen haben, erfährst Du im nächsten Blogartikel.

 

 

 

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